| Apple hat mit der Änderung seiner Datenschutzbestimmungen für iPhone-und iPad-Nutzer für Wirbel gesorgt. Stimmen die Nutzer den neuen Richtlinien zu, erlauben sie Apple umfassende Standortdaten von ihnen zu sammeln.
Zwei Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses, Edward J. Makey von den Demokraten und Joe Barton von den Republikanern, hatten sich mit der Bitte, die neuen Datenschutzbestimmungen zu erläutern, an Apple-Chef Steve-Jobs gewandt. Auch Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) appellierte an Apple, die zu erklären, welche Nutzerdaten erfasst werden, wie lange diese gespeichert werden und den Verwendungszweck zu nennen.
Seit Ende Juni erhalten iPhone- und iPad-Besitzer über iTunes die neuen Datenschutzbestimmungen. Wer diese ablehnt, kann die Geräte zwar weiterhin verwenden, jedoch können iTunes und der App-Store nicht mehr genutzt werden. Für viele Apple-User dürfte das allerdings eine enorme Einschränkung darstellen. Wenn ein Nutzer den Bestimmungen zustimmt, darf Apple Standortdaten speichern und diese an Partnerunternehmen weitergeben. Beim iOS4 kann die Standortbestimmung aber auch für einzelne Programme ein- und ausgeschaltet werden.
In einem Antwortschreiben an die beiden amerikanischen Politiker des Repräsentenhauses schrieb Apple nun, dass die Datenschutzbestimmung auch für Mac OS ab 10.6 und den Browser Safari gelten. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Datenbank, die die Standortinformationen von Mobilfunkzellen und bekannten WLAN-Hotspots erhält. Diese Informationen würden alle zwölf Stunden an Apple übermittelt und sollen sich keinem bestimmten Nutzer zuordnen lassen. Wie lange die Daten gespeichert werden, verriet Apple nicht. Das gesamte Antwortschreiben ist auf Scribd nachzulesen.
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